29.09. – Demo Capawald retten!
19 Uhr Start: Südplatz Ende: Neues Rathaus
Immer wieder droht dem Leipziger Auwald oder Teile von ihm Gefahr. Immer wieder gibt es Eingriffe in den Wald für neue Baugebiete oder Erweiterungen, andererseits fehlt dem Wald Wasser, da regelmäßige Überschwemmungen fehlen.
Zuletzt traf es das kleine Stück Wald entlang der Capastraße, das gerne auch liebevoll Capa-Wald oder Capi genannt wird. Dieses Stück Wald liegt direkt neben dem Trainingsgelände des expansionswilligen Fußballvereins RB Leipzig und dem Festplatz der Kleinmesse.
Im Raum steht, dass Leipzig den Capa Wald an den Verein verkaufen würde um einerseits die Kleinmesse zu erhalten und andererseits Expansion von RB zu ermöglichen. Damit müsste der Wald, der ursprünglich als Ausgleichsfläche angelegt wurde, gerodet werden. DAS MUSS VERHINDERT WERDEN!
Der Capa-Wald ist ein wichtiger Teil der ökologischen Verbindung zwischen dem nördlichen und dem südlichen Auwald. Der Leipziger Auwald ist der größte zusammenhängende Auenwaldkomplex Mitteleuropas, der direkt durch eine Großstadt verläuft. Dass ein so riesiges, naturnahes Waldgebiet eine Stadt von Süd nach Nord komplett durchschneidet, gibt es in dieser Größe kein zweites Mal auf dem Kontinent. Für viele Tier und Pflanzenarten ist der Auwald damit essentiell. Der Capa Wald ist damit auch Teil eines Wanderungskorridors an einer Stelle, wo die Biotopverbindung ohnehin sehr stark gestört ist.
Auch ist der Capa-Wald ein spürbarer Faktor wenn es darum geht, die im Sommer sich aufstauende Hitze in der Stadt zu bekämpfen. Jeder Baum hilft dabei Leipzig zu einer klimaangepassten Stadt zu machen, die auch im Sommer lebenswert bleibt. Um dieses Ziel zu erreichen, zählt jeder Baum!
Das weiß auch die Stadt, wie sie im Masterplan Grün selbst zugibt.
Wenn es um die Kühlung des Stadtklimas geht, spielt nicht nur die Anzahl der Bäume eine Rolle, sondern auch ihr Alter. Die ökosystemische Leistung, des Capa Waldes, kann nicht gleichwertig und vor allem nicht standortnah ersetzt werden, da Ausgleichsflächen fehlen. Auch das hat die Stadt auf Nachfrage eingeräumt.
Würde dieses Waldstück tatsächlich gerodet werden, werden sich die anliegenden Wohnquartiere weiter aufhitzen und Lärmschutz geht verloren, ebenso wie Habitate für Tier- und Vogelarten. Auch stirbt damit die Hoffnung, den ohnehin gestörten Biotopverbund wieder zu stärken.
Der Schutz des Auwaldes und der Erhalt des Capa-Waldes ist für uns alternativlos! Der Schutz des Auwalds ist unsere Pflicht als Leipziger*innen! Gemeinsam machen wir am 29.09.2026 Druck auf den Stadtrat und den Oberbürgermeister mit einer Demo, die 19 Uhr am Südplatz startet und bis vor das Rathaus zieht! Schließ dich uns an!