Wildlife „Waldinsel“

04.05.-06.05.

Zu dieser Wildlife-Veranstaltung trafen wir uns am Bahnhof von Langebrück. Von hier aus waren wir schon oft zu unserer Naturschutzstation, dem Dachsenberg gelaufen, doch heute brachen wir in den Wald der Dresdner Heide mit einem anderen Ziel auf. Es war ein wenig kompliziert, denn wir wussten nicht genau, wo wir unser Lager aufschlagen würden. Es stand jedoch fest, dass wir möglichst weit von Wegen und Häusern und allen anderen Dingen, die unseren Alltag prägen, entfernt sein wollten. Auf der Suche nach diesem Ort begleitete uns auch ein Rollkoffer.

Eine lange und intensive Suche führte uns zu einer Kuhle auf der Kuppe eines Hügels. Für unsere Gruppe wie geschaffen um ihr Lager aufzuschlagen. Trotz des guten Wetters spannten wir in weiser Voraussicht Planen. Um unser Essen an diesem Abend zubereiten zu können, stand uns noch eine besondere Prüfung bevor. Dazu durften wir zunächst jeder einen Soft-Drink aus einer Dose trinken. Es ging dabei natürlich um die Dose, um das im Voraus klar zu stellen. Denn diese diente uns als Material für einen kleinen Spirituskocher. Indem wir die sie in drei gleichgroße Stücke schnitten und diese dann ineinander schoben, einige Schlitze an der oberen Seite – für die Flammen – einritzten, erhielten wir unseren Kocher. Mit zwei oder drei von diesen kleinen Feuerspuckern unter einem Topf ließ es sich hervorragend kochen.

Ein weiteres kleines Erlebnis bereicherte noch diesen Abend. Während die Mehrheit mit kochen beschäftigt war, musste einer unserer Betreuer noch einen Nachzügler zu unserem Camp führen. Auf dem Weg dorthin trafen sie ein junges Wildschwein mit Streifen. Dieses war so stark mit sich selbst beschäftigt, dass es die beiden Menschen kaum bemerkte und sich aus der Nähe beobachten ließ.

Nach einer viel zu kurzen Nacht im Wald folgte ein ausgiebiges Frühstück um uns Kraft für den Tag zu geben, denn wir hatten viel vor. Der Tag war mit zahlreichen, unterschiedlichen Aktivitäten gefüllt: Manche von uns bauten eine Hütte aus Ästen und Laub um in der kommenden Nacht dorthin umziehen zu können, andere flochten sich eine Isomatte aus Gras, Tom und Dirk bauten sich ein Laubbett. Gemeinsam sammelten wir junge Buchenblätter und andere Waldkräuter um mit Käse und Öl ein leckeres Pesto für die Nudeln zuzubereiten und vieles mehr. Der Umzug in die Laubhütte fiel am Abend leider – sprichwörtlich – ins Wasser. Doch unternahmen wir noch eine kurze Wanderung zum nahe gelegenen Dachsenberg und verbrachten dort den Abend am Feuer, welches den leichten Nieselregen verdampfen ließ und drehten Knüppelbrot über den Flammen.

Der folgende Tag war durch den Abbau des Camps geprägt. Wir hatten uns vorgenommen, keine Spuren im Wald zu hinterlassen, sodass ein ahnungsloser Wanderer nach unserem Verschwinden durch unser Camp hätte laufen können, ohne zu sehen, dass wir hier ein Wochenende verbracht hatten. Mit dieser Aufgabe verbrachten wir einen Großteil des Vormittags. Zum Schluss wanderten wir nach Langebrück zurück, wo wir von unseren Eltern abgeholt wurden mit der Bahn nach Dresden fuhren.

Dirk


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