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Futterglocken und Wissensquiz zum Jahresende

NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche" lässt 2014 ausklingen

Futterglocken9812Die Singvögel haben es in der kalten Jahreszeit nicht einfach, genug Futter zu finden. Heimische Bäume und Sträucher, die Samen und Früchte tragen, stehen viel zu selten in unseren Parks und Gärten. Es gibt hier auch kaum Ecken, wo die Natur sich selbst überlassen bleibt und wo man zum Beispiel das Laub liegen lässt. In solchen Ecken könnten auch die Vögel Nahrung finden, so aber sind sie oftmals auf menschliche Hilfe angewiesen.

Früchte und Nüsse knabbern die „Parthefrösche" nicht nur selbst gerne in der Adventszeit, sie denken auch an die Vogelwelt. Bei der Weihnachtsfeier der NAJU-Kindergruppe haben die jungen Naturschützer in der Plaußiger Naturschutzstation rund 30 Futterglocken hergestellt.

Dafür wurden leere Blumentöpfe aus Ton benutzt. Durch das Loch am Boden zieht man einen Draht oder einen Faden, an dem man die Töpfe später kopfüber aufhängen kann. Dann haben die „Parthefrösche" eine selbst kreierte Mischung aus Fett, Sämereien und Körnern in die Töpfe gefüllt. In die flüssige Futtermischung spießten sie außerdem jeweils einige Zweige, an denen sich später die Vögel beim Fressen festhalten können, wenn die Futtermischung im Freien abgekühlt und erstarrt ist.

Futterglocken9801Die Töpfe können an geeigneten Stellen im Freien aufgehängt werden. Die Vögel fliegen die Futterstation von unten an, können sich an den Zweigen festhalten und sich die Sämereien herauspicken. Die Tontöpfe sind dafür bestens geeignet und immer wieder verwendbar, anders als die handelsüblichen Meisenknödel in Plastiknetzen. Die leeren Netze sind unnötiger Abfall, verschandeln oft die Landschaft, weil sie nicht wieder eingesammelt werden, so dass sie sogar zur gefährlichen Vogelfalle werden können.

Das Fett in der Futtermischung ist auch ein wertvoller Energielieferant für die Vögel, die „Parthefrösche" haben dafür Kokosfett verwendet, aber auch Rinderfett haben sie aus Schlachtabfällen ausgekocht und beigemischt. Das Rind stammte von einem Biohof aus dem benachbarten Landkreis Nordsachsen. Das Tierfett sorgte dafür, dass nicht nur weihnachtliche Düfte durch die Naturschutzstation zogen.

Futterglocken9803Futterglocken9809Bei Gebäck und heißem Kakao erfreuten sich Kinder und Eltern dann noch an einer Fotoschau, bei der die zahlreichen Aktivitäten und Unternehmungen der „Parthefrösche" im zu Ende gehenden Jahr noch einmal gezeigt wurden. Es folgte ein Wissensquiz, bei dem die jungen Naturschützer unter Beweis stellten, dass sie bei ihren Aktivitäten viel über Natur und Umwelt gelernt haben. Natur erleben und bestaunen konnten sie 2014, und auch im kommenden Jahr stehen schon wieder zahlreiche Veranstaltungstermine fest.

Futterglocken9795Futterglocken9798Eine Futtermischung aus erhitztem Fett mit Sämereien und Körnern wurde hergestellt und dann in die Ton-Blumentöpfe gefüllt. Vor dem Abkühlen wurden noch Zweige in die Futtermasse gesteckt, an denen sich später die Vögel beim Fressen festhalten können, wenn die Futtermischung im Freien abgekühlt und erstarrt ist. Fotos: Christoph Knappe

Futterglocken9797Den Ton-Blumentopf kann man mit Draht oder Faden kopfüber aufhängen.

 

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