Wohnungsbau für Vögel, Fledermäuse und Insekten

 

Wohnungsbau_Parthefrösche_03Höhlenbrütende Vögel, wie etwa alle heimischen Meisenarten, finden natürliche Baumhöhlen nicht mehr in ausreichender Zahl vor, weil entsprechend alte Bäume vielfach als unschön oder sogar gefährlich eingestuft werden. Oftmals werden sie abgeholzt, bevor die wertvollen Baumhöhlen entstehen können. Nicht besser ergeht es Fledermäusen, die zunehmend auch zu Opfern von Gebäudesanierungen werden. Seit 50 Jahren verzeichnet man in Sachsen einen Bestandsrückgang. Ganz ähnlich ist auch die Situation für Schwalben. Auch diese Gebäudebrüter leiden unter Nistplatzmangel. Jahrhundertelang galten sie als Glücksbringer, werden ihre Nester oftmals sogar absichtlich beseitigt, obwohl das verboten ist. Dabei könnte man beispielsweise Verunreinigungen mithilfe von Kotbrettern leicht verhindern. Der NABU bietet dabei seine Unterstützung an und wirbt für schwalbenfreundliche Gebäude. Ein weiteres Problem für Schwalben ist, dass sie heute oftmals für ihre Nester kein Baumaterial mehr finden. Denn Wege mit Lehmpfützen werden immer seltener, stattdessen werden immer mehr Flächen auch im ländlichen Raum mit Beton oder Asphalt versiegelt.

Wohnungsbau_Parthefrösche_02In der Naturschutzstation in Plaußig haben die „Parthefrösche" rund drei Stunden lang verschiedene Nisthilfen gebastelt.

Um gegen die Wohnungsnot etwas zu unternehmen, haben die „Parthefrösche" in der Plaußiger Naturschutzstation fleißig gewerkelt. Knapp drei Stunden lang haben sie mit Hammer, Akkuschrauber, Pinsel, Spachtelmasse und Holz gearbeitet, und das Resultat ihres fleißigen Tuns konnte sich anschließend sehen lassen: 25 künstliche Nist- und Aufzuchthilfen für höhlenbrütende Vögel, Fledermäuse und Schwalben warten nunmehr darauf, noch vor Beginn des nächsten Frühjahrs in Wäldern und öffentlichen Anlagen in Plaußig, Portitz und der näheren Umgebung aufgehängt zu werden. Erste Termine hierfür stehen schon fest und weitere werden nach Möglichkeit folgen: Am Sonnabend, 28. Februar 2015, planen die Naturschützer Leitern an Bäumen in der Parkanlage Sandgrube in Portitz aufzustellen und Kindern die Möglichkeit zu bieten, ihre selbst gebauten und schmucken Vogelnistkästen anzubringen. Dabei wird der NABU vom Siedlerverein Moränensiedlung Portitz unterstützt. Für Sonnabend, den 14. März, ist eine ähnliche Aktion im Plaußiger Wäldchen und entlang des dortigen Naturlehrpfades geplant. Dort wollen die Naturschützer in der Nähe der Parthe und des MiMo-Teiches das Quartierangebot für Fledermäuse verbessern. Bei dieser Aktion werden Fledermausexperten des NABU-Naturschutzinstituts Leipzig als Fachberater dabei sein. Am Sonnabend, 24. Januar 2015, steht aber zunächst eine weitere Bastelaktion in Plaußig an. Interessierte Kinder sind dann wieder eingeladen, Vogelnist- und Fledermauskästen zu bauen, damit noch weitere Unterschlupfmöglichkeiten geschaffen werden.

Das nötige Holz für die Nisthilfen wurde vom Leipziger Stadtforst und dem in Mockau ansässigen Holzfachmarkt der Leipziger Kisten- und Leistenfabrik zur Verfügung gestellt. Der NABU bedankt sich herzlich für diese große Unterstützung seiner ehrenamtlichen Arbeit!

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Wohnungsbau_Parthefrösche_06Auch Nisthilfen für Schwalben haben die „Parthefrösche“ gebaut.

 

Wohnungsbau_Parthefrösche_09Karsten Peterlein vom NABU-Regionalverband Leipzig erklärte den Parthefröschen den Bau der Nisthilfen und wofür sie verwendet werden.

 

Wohnungsbau_Parthefrösche_10"Parthefrosch" Manuel im Basteleinsatz mit dem Akkuschrauber.

 

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